flllaajjaa

Alles ist zu normal

Ich hab hier mal wieder ewig nichts veröffentlicht. Der Alltag zieht an mir vorbei und ich hab manchmal das Gefühl, mich auf nichts so richtig konzentrieren zu können. Der folgende Blogpost handelt von diesem Gefühl – und auch, wenn ich den Text schon vor ca. einem Monat geschrieben habe, passt er. Manchmal. 


Auf einmal wird alles ziemlich normal. Die Dinge, die man jetzt zum ersten Mal erlebt, sind meistens nicht solche, die einen höher fliegen lassen und das Gefühl geben, so richtig lebendig zu sein, sondern eher sowas wie erste Arbeitstage im Ferienjob oder das Schreiben der allerersten Hausarbeit. Dinge, die man halt nicht unbedingt nur des Spaßes wegen tut, sondern, weil sie mit Verantwortung und Verpflichtung verbunden sind. Sie machen das Leben nicht leichter, sondern ein wenig schwerer. Und man genießt sie meistens nicht, vielleicht manchmal, aber im Endeffekt ist man dann doch meistens froh, wenn man sie geschafft hat. Wenn man zu den leichten Dingen zurückkehren kann.

Das klingt negativ und ist negativ und ich meine es negativ, weil es – meistens – der Wahrheit entspricht.

Ich habe momentan einen Ferienjob und den mache ich nur des Geldes wegen. Inzwischen macht er mir zwar auch Spaß, weil ich mich dran gewöhnt habe und weil ich mit Leuten zusammenarbeite, die das ganze spaßiger machen, aber im Großen und Ganzen bin ich froh, wenn es vorbei ist. Ich versuche es nur täglich positiv zu sehen, um es mir leichter zu machen. Und das klappt, ich gehe nicht mit dieser Nullbock – Einstellung hin, aber eben auch nicht mit dem Gefühl, dass ich mich unglaublich auf die folgenden Stunden freue. Ich gehe hin und nehme es so hin. Und ich glaube sowas machen wir ständig im Alltag. Viel zu oft.

Manchmal ist es gut, nicht nachzudenken und einfach zu machen. Zum Beispiel wenn unsere Gedanken voll von Ängsten sind, die uns bremsen. Aber wenn wir jeden Tag einfach etwas tun, nur weil wir es tun müssen, ohne darüber nachzudenken, ob wir es wollen oder nicht, weil wir es längst einfach akzeptiert haben, dann hören wir nicht nur auf, negativ zu denken, sondern auch positiv.

Einfach durch den Tag kommen. Täglich. Und plötzlich sind 10 Jahre vorbei, ohne dass wir wissen, womit wir sie verbracht haben.

Keine besonderen Dinge, die wir zum ersten Mal erleben, weil wir sie ausprobieren wollen. Keine Herausforderung, auf die wir so richtig Lust haben, eher Hürden, die wir überwinden müssen, um ans Ziel zu kommen. Nicht der Weg ist das Ziel. Wir gehen ihn einfach. Freuen uns nur auf den Moment, in dem wir am Ziel ankommen. Der Weg ist nur Mittel zum Zweck. Und dann kommen wir an und vergessen den Weg. Wir fragen uns, warum wir ihn nicht genossen haben, weil er doch gar nicht so schlimm war. Rückblickend.

fllllla

Ich versuche so gut wie möglich, alles zu genießen. Aber bei so vielen Sachen, muss ich es wirklich versuchen, damit es klappt. Es gibt so wenige Sachen, die so schön sind, dass ich sie genieße, ohne darüber nachzudenken. Und ständig fällt mir auf: ich verbringe zu viel Zeit damit, auf irgendetwas hinzuarbeiten. Zu viel Zeit damit, meinen Alltag mit nervigen Dingen und Pflichten zu verbringen. Und klar, das gehört dazu, aber man kann sich so schnell darin verlieren.

Wenn der Weg zum Ziel keinen Spaß macht – ist es dann wirklich das richtige Ziel? Macht es uns dann wirklich glücklich? Erfüllt es uns? Gibt es uns das Gefühl, vor lauter Leichtigkeit irgendwo über den Wolken zu schweben?

Ich habe gemerkt, dass meine Leichtigkeit im Alltag verloren gegangen ist. Und ich vermisse sie.

Es gibt so Dinge, die ich unbedingt mal tun und ausprobieren will und ich frag mich, worauf ich warte?

Die zweite Hälfte von 2017 hat nun begonnen und ich möchte nicht mehr, dass alles nur normal ist. Ganz in Ordnung. Manchmal ist das schön, aber ich möchte irgendwie etwas Neues, etwas besonderes ausprobieren. Etwas, das meinen Horizont erweitert und mein Jahr ein kleines bisschen besser, besonderer macht.

Ich möchte dieses Jahr noch ans Meer, einfach nur die Meeresluft riechen und am Strand entlang spazieren. Sei es nur für einen Tag.

Ich möchte eine ganz bestimmte Sportart endlich ausprobieren, weil sie schon so lange in meinem Kopf schwebt. Ich möchte eine neue Stadt kennenlernen. Weniger negativer Stress. Noch mehr lesen.

Do what makes your heart happy. If going to see the sun paint it’s colors across the sky will make you happy, go do it. Go to a coffee shop and read a guilty pleasure. Take long drives at midnight with your window down and listen to your favorite playlist. Sit out on the roof and gaze at the stars in the milky way. I know you’ve heard this before. Many times. And by now, it may be tiring to hear the same words running through your mind. But, very often, we get too caught up in a routine without questioning it. But please question it. Does it make you happy? Does it create a revolution in your heart? If it doesn’t, create a new plan. A plan that makes your heart dance.

Es ist leichter gesagt als getan, „einfach zu tun, was einem Spaß macht“. Man denkt an die Folgen, man wägt ab, man denkt lange drüber nach und wählt oft den vernünftigeren Weg.

Wir haben doch alle diese kleinen Dinge, die uns besonders glücklich machen, an denen wir wirklich Spaß haben. Wir haben alle im Inneren einen Traum, den wir unbedingt leben möchten und über den wir sagen: irgendwann, ja irgendwann mach ich das! … aber wann ist „irgendwann“?

Man muss Mut haben, um einfach zu machen. Um den Weg zu gehen, der am glücklichsten macht – auch wenn er gesellschaftlich betrachtet vielleicht schlechter ist als manch andere Wege. Man muss die Zweifel und Ängste ausblenden und vor allem die Stimmen des Umfeldes, die einen oft verunsichern. Man muss auf sich selbst hören, auf sein tiefstes Inneres. Ehrlich zu sich selbst sein und sich eingestehen, wofür das Herz schlägt. Und dann sollten wir einfach machen. Denn das ist unser Leben – zu 100% und wir haben nur ein einziges davon und wenn wir jetzt nicht anfangen, unseren Träumen und innersten Wünschen nachzugehen – wann dann?

https://www.youtube.com/watch?v=pln7NWRA1dE

 what the hell are you waiting for…?

flllaaaa

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2 Kommentare

  • itssarie
    16. September 2017 at 21:13

    „Und dann kommen wir an und vergessen den Weg. Wir fragen uns, warum wir ihn nicht genossen haben, weil er doch gar nicht so schlimm war. Rückblickend.“

    Wirklich – der Absatz, den ich genau so nachfühlen kann. Ich mag den Text gern & finde ihn wirklich gut geschrieben!!

    Liebst, Marie

    • Alina
      Alina
      16. September 2017 at 21:43

      Danke :-) Das freut mich!
      Liebe Grüße

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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