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Meine Augen leuchten wieder

Gott – ich hab hier so lange nicht geschrieben. Fühlt sich fast so an, als hätte ich es verlernt, meine Gedanken zu ordnen und abzutippen..

Die Hälfte meines 6-wöchigen Berlin-Aufenthaltes ist rum und obwohl ich hier arbeite und auch sonst einiges zu tun habe, denke ich super viel über verschiedene Dinge nach und bin endlich mal wieder dazu inspiriert, Texte zu schreiben. Ich glaube in den letzten Monaten habe ich irgendwie den Fokus verloren. Das vierte Semester meines Studiums flog an mir vorbei ohne dass ich überhaupt darüber nachgedacht habe wofür und ob ich das gerne mache … ich habe einfach nur gemacht. Ich mag mein Studium, mein Hauptfach – Germanistik – macht mir Spaß. Mein Nebenfach eher weniger und das ist absolut nichts wofür ich brenne, weshalb ich in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht habe. Macht es überhaupt noch Sinn? Ist es nicht Zeitverschwendung? In einem Jahr bin ich fertig und deswegen musste ich abwägen: so „kurz vor Schluss“ abbrechen oder das letzte Jahr einfach noch durchziehen? Ich habe mich für letzteres entschieden. Das Fach an sich ist für die Berufe, die ich interessant finde, schon ganz sinnvoll. Es sind einfach die angebotenen Kurse, die demotivierend und eher langweilig sind. Aber okay – ich mach weiter.

Ansonsten hab ich irgendwie zu wenig für mein seelisches Wohlbefinden getan – eine Zeit lang habe ich das sehr viel getan, aber dann schleifen lassen. Hab mich auf einigen Dingen zu sehr ausgeruht – das merk ich jetzt. Hab meine innere Stimme zu sehr von anderen Stimmen beeinflussen lassen. Hab überlegt, wie ich sein muss, damit ich gut bin, aber: ich bin gut und ich setz mich selbst nicht mehr unter Druck. Ich muss machen, was sich für mich gut anfühlt – mehr nicht. Ich sollte niemanden die Macht geben, mir meine Energie und positiven Gedanken zu nehmen – auch nicht der Vergangenheit, also…

Hey there Delilah
What’s it like in New York City
I’m a thousand miles away, but girl Tonight you look so pretty
Yes you do
Times Square can’t shine as bright as you
I swear it’s true

–  Ich höre es. Das bin wieder ich. Das bin wieder mehr ich, als du es je warst. Und meine Augen leuchten wieder.

Außerdem bin ich grad relativ motiviert, weil ich schon drei Wochen Arbeit hier in Berlin hinter mich gebracht habe. In der ersten Woche hab ich mich gefragt, wie ich das sechs Wochen aushalten soll, in der zweiten Woche fing es an, Spaß zu machen, in der dritten Woche – Nachtschicht – war ich nach den ersten zwei Nächten komplett verzweifelt, aber dann der Lichtblick: eine neue Kollegin, gemeinsame Lachanfälle und eine Serie komplett in einer Nacht geguckt: ich hab mich richtig daran gewöhnt, dass die Nacht mein neuer Tag ist und es hat sich gut angefühlt, Anfang und Ende eines Tages mitzuerleben. Besonders in den letzten zwei Nächten hab ich mir ein kleines bisschen gewünscht, auch in den nächsten Wochen Nachtschicht zu haben, aber nein, Montag geht es dann wieder mit Spätschicht los und eigentlich bin ich doch ganz froh, nachts wieder schlafen zu können. 😀

Auf die nächsten drei Wochen, die sowieso wie im Flug vergehen werden…

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2 Kommentare

  • Nili
    7. August 2017 at 22:33

    Schön wieder von dir zu lesen :) Es gibt im Studium (oder generell überall im Leben?) immer auf dem Weg zu einem gewissen Ziel ein paar Dinge, die es so aussehen lassen, als wäre es doch nicht das, was man will. Durchhalten! Ich gehe da auch immer noch durch.

    Liebe Grüße und noch viel Spaß in Berlin

    • Alina
      Alina
      7. August 2017 at 23:52

      Danke für deinen lieben Kommentar! <3

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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